Schiffbautechnische Gesellschaft e.V.
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Sprechtag "Innovative Schiffe"
am 03.03.2010 in Kiel

MTU 20V8000, der Weg zum Gasschutzmotor für den Notschlepper

Dipl.-Ing. Eckhart Osterloff, MTU Friedrichshafen GmbH, Hamburg

Die Serie 8000, die größte und leistungsstärkste Baureihe der MTU, wurde um eine neue Anwendung, den „Gasschutzmotor“ erweitert. Hierbei handelt es sich um einen Motor, welcher für den Betrieb in gefährlicher und leicht entflammbarer Atmosphäre, dem sogenannten Gasschutzbetrieb, geeignet und zugelassen ist. Entwickelt wurde dieser Motor für den neuen, im Bau befindlichen Notschlepper für die Nordsee, welcher 200 t Pfahlzug und eine Geschwindigkeit von 19,5 kn erreichen wird. Um die Zulassung des Motors für den Betrieb mit durch Fremdgase kontaminierter Verbrennungsluft erfolgreich zu realisieren, mussten Flammsperren, Schnellschlussklappen und Sensoren implementiert sowie eine umfangreiche Elektronikanpassung durchgeführt werden. Komponenten des Motors wie Flammsperren und Ansaugtrakt wurden bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) auf Eignung geprüft. Anschließend wurde in umfangreichen Motortestläufen die Gasschutzbetriebseignung entwickelt. Hierbei wurde wie bei einer echten Gefahrensituation dem Motor über den Ansaugkanal brennbares Gas zugeführt. Zum Abschluss wurden bei einer Abnahmeprüfung die Anforderungen des Germanischen Lloyd (GL) für den Gasschutzbetrieb erfolgreich nachgewiesen.

MTU 20V8000 - the Road to the Gas-Protected Engine for Emergency Tugboats

Dipl.-Ing. Eckhart Osterloff, MTU Friedrichshafen GmbH, Hamburg

Series 8000, the biggest and most powerful MTU engine family, has a new member: the gas-protected engine. This engine is designed and has been approved for operation in environments containing dangerous and inflammable gases. The engine is built for use in the new emergency tugboat which is currently under construction for service in the North Sea. The tugboat will have 200 tons bollard pull capacity and can reach speeds up to 19.5 knots. In order to obtain approval for operating the engine with contaminated combustion air, the installation of flame explosion arresters, emergency air flaps and sensors was necessary. Major electronic changes were also implemented. Engine components such as explosion arresters and the intake manifold were qualified in tests conducted at the Physikalisch Technische Bundesanstalt (national metrology institute, known as PTB). Comprehensive engine test runs were then conducted to develop gas-protected operation capability. During testing, inflammable gas was added to the intake air to simulate a dangerous situation. In the final acceptance test, it was successfully demonstrated that the requirements of Germanischer Lloyd (GL) for gas-protected operation were met, and the final certificate was awarded.

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