Dr. Christopher Mundt, Technische Universität Hamburg, Institut für Produktionsmanagement und -technik IPMT
In der maritimen Unikatfertigung entfällt ein erheblicher Teil der Arbeitszeit auf die Informationsbeschaffung und -verarbeitung sowie andere Nebentätigkeiten. Die Herausforderung der Informationshandhabung verschärft sich mit einer wachsenden Komplexität der Produkte und der großen Vielfalt der unterschiedlichen beteiligten Gewerke. Die eigentliche Wertschöpfung in Form einer direkten Bearbeitung am Produkt leidet darunter.
Wie können wir dieser Herausforderung entgegenwirken, Fachkräfte von nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten entlasten und den Anteil der Wertschöpfung in der maritimen Unikatfertigung messbar steigern? Dieser Vortrag zeigt den Weg vom digitalen Assistenzsystem in der Hand des Werkers bis hin zur datengesteuerten Werft auf. Sie erfahren dabei, wie mobile Assistenzsysteme die Produktivität jedes einzelnen Werkers direkt am Arbeitsplatz steigern können, wie die Anbindung smarter Handwerkzeuge wertvolle Daten generiert und wie ein kontinuierlicher Datenfluss aus der Nutzung vernetzter Assistenzsysteme letztendlich eine völlig neue Art der Koordination auf der Werft und in der Lieferkette ermöglicht.